Hinweise für den Ernstfall -
Was Sie unbedingt beachten sollten!
Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren!
Egal was passiert ist, gehen Sie davon aus, dass die Daten in 80% aller Fälle wiederherstellbar sind. Tätigen Sie keine übereilten Rettungsmaßnahmen und beachten Sie alle der nachfolgenden Hinweise:
- Bei Überspannung (Strom):
Defekte Hardware führt oft zu Fehlverhalten der Datenträger. Schalten Sie den PC deshalb nicht ein, wenn Sie vermuten, dass es - zum Beispiel bei einem Blitzeinschlag - zu Überspannung in Ihrem Netz gekommen ist. Lassen Sie den PC ausgeschaltet.
- Bei Festplattengeräuschen:
Bei einem Festplattencrash hören Sie oft ungewöhnliche Geräusche, z.B. Klackern oder hohe Töne. In diesem Fall gilt es, keinesfalls selbständig tätig zu werden. Lassen Sie das System ausgeschaltet. Ein Neustart könnte die Festplatte endgültig zerstören.
- Bei großer Hitze oder Bränden:
Verwenden Sie keine Datenträger, die Hitze, Feuer oder Verrußung ausgesetzt waren, da die Daten unwiderruflich verloren gehen können, wenn der Datenträger nicht in der staubfreien Umgebung eines Reinraums behandelt wird.
- Bei Feuchtigkeit oder Wasserschaden:
Durch Wasser beschädigte Datenträger sollten feucht gehalten (im Wasser lassen oder in feuchte Tücher einwickeln) und sofort ins Labor gebracht werden.
- Stellen Sie den technischen Betrieb ein!
Beschädigte Datenträger können bei einem weiteren Betrieb unwiederbringliche Schäden erleiden, auch wenn Sie noch einige Datensätze kopieren können. Diese Datenträger sollten nicht weiter verwendet werden.
- Vorsicht im Umgang mit defekten Datenträgern!
Unterlassen Sie das Schütteln des Datenträgers und öffnen Sie bei Festplatten nicht das Gehäuse.
- Führen Sie keine Säuberungen durch!
Versuchen Sie niemals, Datenträger selbst zu säubern. Am besten senden Sie den Datenträger an ein Datenrettungslabor.
- Achtung bei der Datenwiederherstellung per Software!
In vielen Fällen lassen sich die verlorenen Daten mit speziellen Software-Programmen in Eigenregie wiederherstellen. Setzen Sie solche Tools jedoch nicht ein, wenn die Anzeichen auf einen Hardware-Defekt deuten und der Computer beispielsweise ungewöhnliche Geräusche von sich gibt.
Information und Auskunft
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und halten Sie folgende Informationen bereit:
- Eingesetztes Betriebssystem
- Art und Hersteller des Computersystems
- Art, Hersteller und Modell des Speichermediums
- Speicherkapazität des Mediums
- Art des Problems, Symptome, Umstände
- Was wurde bisher unternommen?
- Wurde ein Virenscanner eingesetzt?
- Hatten Sie in letzter Zeit ein Virenproblem?
- Haben Sie bereits versucht Daten zu retten?
- Welche Daten sind wichtig?
Was ist ein Head-Crash?
Der Begriff Head-Crash bezeichnet den Ausfall einer Festplatte, bei dem sie mechanisch beschädigt wird und Daten verloren gehen.
Die Beschädigung wird vom Lese-/ Schreibkopf der Festplatte hervorgerufen, wenn dieser die Oberfläche des Speichermediums berührt. Ein Schutzfilm soll das verhindern, jedoch verwenden einige Hersteller qualitativ minderwertige Materialien.
Als Ursachen gelten u.a. Verschleiß, falscher Einbau, starke Schwankungen der Temperatur und generelle Erschütterungen (die vermehrt bei mobilen Geräten auftreten, z.B. bei Microdrives in digitalen Fotoapparaten und bei Laptops).
Was ist ein Master Boot Record?
MBR (Master Boot Record) ist der erste physikalische Sektor (512 Byte) eines bootfähigen Mediums, wie einer Festplatte.
Bei einem Bootsektor handelt es sich um einen Speicherbereich der Code enthält. Dieser Code wird beim Bootvorgang geladen und ausgeführt.
Bei einer Diskette ist kein MBR vorhanden, sondern ein Bootsektor, da sich auf einer Diskette keine Partitionen befinden.
Was ist eine Partitionstabelle?
Die Partitionstabelle gibt an in wieviele Partitionen (Teile) eine Festplatte aufgeteilt ist. Bei den meisten Betriebssystemen wird sie mit dem Programm »fdisk« eingerichtet.
Alle Partitionen in der Partitionstabelle des MBR heißen Primärpartitionen.